Die grundsätzlich positive Haltung zum Edelmetallinvestment, die hier bisweilen im Forex Report aufblitzt, setzen wir als bekannt voraus.
Wir räumen edlen Metallen einen Status als „de facto“ – und nicht als „de jure“ Währung ein. Gold hat bereits seit 5.000 Jahren bewiesen, werthaltig zu sein. Das galt insbesondere für Krisenphasen. Der USD kämpft seit 40 Jahren (Nixon Exit vom Goldfenster) mit wechselndem Fortune um seine Rolle, die dabei latent durch Inflation minimiert wird.
Wir erkennen in der natürlichen Knappheit dieser edlen Ressourcen, die sich von der Beliebigkeit der Nutzung der Gelddruckmaschinen insbesondere nach Nutzungsart der FED, ihren finanziellen „Sex Appeal“.
Wir wissen um die zu geringe Exploration (Ausnahme China) um des damit potentiell sinkenden Angebots bei gleichzeitig steigender Nachfrage. Diese Nachfrage kommt einerseits von smarten Zentralbanken (Schwellenländer im Gegensatz zu vielen, Gott sei dank nicht allen Industrienationen) als auch zunehmend aus der Öffentlichkeit in den Schwellenländern, die höhere Kaufkraft entwickelt und denen die Probleme des US-Systems sehr wohl bewusst sind. Aber auch in den Industrienationen kann man vereinzelt auf smarte Öffentlichkeit stoßen.
China, mittlerweile der zweitgrößte Goldnachfrager der Welt nach Indien, öffnet den nationalen Goldmarkt weiter. Die Zentralbank gab bekannt, dass erwogen wird, die Anzahl ausländischer Mitglieder an der Shanghai Gold Exchange zu erhöhe als auch zu untersuchen, in wie weit qualifizierte ausländische Goldlieferanten zu der Börse zugelassen werden können.
Wir freuen uns sehr darüber, dass China das Thema Goldmarkt vorantreibt. Damit nimmt China nationale (u.a. Werbung für den privaten Erwerb edler Metalle), aber auch internationale Verantwortung wahr. Hier ergeben sich zu unserem Bedauern international im Laufe des Jahres offene Flanken.
Der bislang führende Marktplatz in den USA (Comex, diverse Aufsichtsbehörden) hat Bedingungen zugelassen, die kritisch bewertet werden müssen. Es ist in höchstem Maße fragwürdig, dass ein bis zwei Marktteilnehmer am Edelmetallmarkt eine beherrschende Stellung über Derivate (Termingeschäfte, Optionen, Futures) eingenommen haben, ohne dass es hier zu ernsthaftem Widerstand gekommen ist. Diese beherrschende Stellung, die sich nicht ansatzweise in das Konzept perfekter und vor allen Dingen freier Märkte einfügt, öffnet dem Thema Preismanipulation Tür und Tor.
(Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank)
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Epikur: „Die Krone des Seelenfriedens ist unvergleichbar wertvoller als leitende Stellungen im Staate.“ |
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