Trotz Schuldenschnitt
Fitch hält Griechenland-Pleite für „sehr wahrscheinlich“
Fitch stuft Griechenland erneut herunter. Die Ratingagentur glaubt nicht, dass der gerade vereinbarte Schuldenschnitt ausreichen wird. Die Pleite sei auf kurze Sicht „sehr wahrscheinlich“.
Wer gedacht hat, die Griechenland-Krise sei durch das zweite Hilfspaket und den Schuldenschnitt entschärft, sieht sich getäuscht. Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland nur einen Tag nach der vermeintlichen Rettung erneut herabgestuft - von CCC auf C. Das heißt übersetzt: ein Staatsbankrott "steht unmittelbar bevor" oder ist "unausweichlich". Danach gibt es für die Agentur nur noch RD für den begrenzten Zahlungsausfall und D für den völligen Zahlungsausfall.
27.01.2012
Fed will bis Ende 2014 an Minizins festhalten
Die US-Wirtschaft kann sich für längere Zeit auf Nachschub mit billigem Geld einstellen.
Die US-Notenbank Federal Reserve verspricht für zwei Jahre einen niedrigen Leitzins - und nennt erstmals ein Inflationsziel. von Wolfgang Proissl und André Kühnlenz Frankfurt
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) will an ihrer Nullzinspolitik bis mindestens Ende 2014 festhalten. Die amerikanischen Währungshüter teilten am Mittwochabend nach der Sitzung des entscheidenden Offenmarktausschusses mit, sie würden den Leitzins bei null bis 0,25 Prozent belassen. In der Mitteilung zum Beschluss hieß es zudem, angesichts der schwierigen Konjunkturlage sei vor Ende 2014 nicht mit einer Zinserhöhung zu rechnen.
21.12.2011
Gefahr für Kreditwürdigkeit
Fitch kritisiert hohe US-Verschuldung
Die USA ächzen unter einem gewaltigen Schuldenberg. Die Ratingagentur fordert eine glaubhafte Strategie Washingtons zur Sanierung des Haushalts - sonst könnte das "AAA"-Rating fallen.
Die Ratingagentur Fitch drängt die USA zu einem zügigerem Schuldenabbau. Der hohe und weiter steigende Grad der Verschuldung stehe nicht im Einklang mit dem AAA-Rating, erklärte Fitch am Mittwochabend. Ohne eine Strategie der Regierung in Washington zur Reduzierung des Haushaltsdefizits und einer Stabilisierung der Last müsse bis Ende 2013 mit einer Herabstufung gerechnet werden. Sollten schwere Schocks ausbleiben, sei aber keine Entscheidung über den Ausblick für das Rating bis 2013 zu erwarten.
29.11.2011
Stuft S&P Frankreich doch herab?
Vor drei Wochen verschreckte S&P mit einer Notiz über ein Herabstufung Frankreichs die Märkte. „Ein Irrtum“, hieß es damals. Doch schon bald könnte die Agentur Ernst machen, berichtet eine französische Zeitung.
DüsseldorfDie Ratingagentur Standard & Poor's könnte einem Zeitungsbericht zufolge bereits in den kommenden zehn Tagen den Ausblick für Frankreichs Spitzenbonität auf negativ senken und damit eine gefürchtete Herabstufung des Landes androhen. S&P hätte dies bereits am vergangenen Freitag mitteilen wollen, die Ankündigung dann aber aus unbekannten Gründen verschoben, berichtete die französische Zeitung „La Tribune“ am Dienstag auf ihrer Internetseite unter Berufung auf Diplomaten. S&P wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Der Euro büßte kurzzeitig an Wert ein. Der Bericht erhöht den Druck auf die Finanzminister der Euro-Zone, bei ihrem Treffen am Abend entschiedene Schritte zur Eindämmung der Schuldenkrise zu unternehmen.

